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09.02.21 14:04 Uhr Alter: 177 Tage
Gutes Zeugnis für Regionalzüge
Von: David Nau, SWP/HZ
Bahn. Verkehrsminister Hermann ist mit Qualität und Pünktlichkeit inzwischen weitgehend zufrieden.

Stuttgart. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sieht Verbesserungen beim Regionalverkehr in Baden-Württemberg. Nach massiven Problemen mit verspäteten, ausgefallenen oder überfüllte Zügen vor einem Jahr habe sich das Angebot inzwischen weitgehend stabilisiert. „Die nach den Betreiberwechseln zunächst eingebrochenen Pünktlichkeitswerte haben inzwischen das Niveau vor den Angebotsausweitungen zum Großteil wieder erreicht und übertroffen“, sagte Hermann. Ein Grund dafür ist auch die Pandemie: „Durch geringe Fahrgastzahlen war es natürlich einfacher, die Pünktlichkeitswerte einzuhalten.“

Als Beispiel nannte Hermann die Filstalbahn, die Stuttgart mit Ulm verbindet und seit Dezember 2019 vom privaten Verkehrsunternehmen Go-Ahead betrieben wird. Nach einem unzureichenden Betriebsstart hätten sich die Pünktlichkeitswerte stabilisiert. Laut Hermann erreichten 2020 im Jahresdurchschnitt immerhin 84,3 Prozent der Züge den Zielbahnhof pünktlich oder mit weniger als vier Minuten Verspätung. Die Zielmarke des Landes liegt bei 90 Prozent. Go-Ahead zufolge ist vor allem die überlastete Infrastruktur im Raum Stuttgart für Verspätungen verantwortlich. Ein weiterer Grund sei der Vorrang von Fernverkehrszügen, was bei den Regionalbahnen für teils hohe Verspätungen sorge. Das sieht auch Hermann so: „Der schlechte Zustand der Infrastruktur wird das System noch jahrelang beeinflussen.“

Probleme gibt es laut Verkehrsministerium weiterhin auf der Strecke Stuttgart-Tübingen — dort fehlen wegen Lieferproblemen des Herstellers nach wie vor neue Züge — sowie bei der Breisgau S-Bahn rund um Freiburg.

Auf lange Sicht hat sich das Angebot im Regionalverkehr deutlich verbessert. So stieg die Zahl der Zugkilometer pro Jahr zwischen 2011 und 2021 um rund 22,5 Prozent an. Auch bei den Fahrzeugen sei inzwischen eine deutliche Verbesserung spürbar. Inzwischen sind rund 300 Neufahrzeuge im Land unterwegs, im Laufe des Jahres sollen weitere 50 hinzukommen.

Bis 2016 hatte die DB rund zwei Drittel des Regionalverkehrs im Südwesten betrieben. Bei der Neuausschreibung kamen auf vielen Strecken neue Mitbewerber zum Zug. Heute fahren Betreiber wie Go-Ahead, Abellio oder SWEG 46 Prozent aller Zugkilometer im Land.