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26.01.21 19:26 Uhr Alter: 102 Tage
Bahnstrecke bis nach Dischingen?
Von: Klaus Damann, HZ
Härtsfeldbahn. Zwei Abgeordnete und die Bürgermeister von Dischingen und Neresheim setzen sich gegenüber Verkehrsminister Winfried Hermann für den Weiterbau bis zum Bahnhof und die Aufnahme eines Regelbetriebs ein.

Bis zum Härtsfeldsee wird die Museumsbahn schon bald fahren. Eine Initiative von Abgeordneten und Bürgermeistern setzt sich jetzt für den Weiterbau der Bahnstrecke bis zum Dischinger Bahnhof und die Einführung eines regelmäßigen Fahrbetriebs ein. Foto: Uwe Siedentop

Landtagsabgeordneter Winfried Mack und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter (beide CDU) schlagen zusammen mit den Bürgermeistern Thomas Häfele (Neresheim) und Alfons Jakl (Dischingen) vor, die restlichen 2,4 Streckenkilometer der Härtsfeldbahnstrecke Neresheim-Dischingen bis zum Dischinger Bahnhof fertig zu bauen und die Strecke in einen Regelbetrieb zu überführen. Unterstützt werden sie vom CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Magnus Welsch und abgestimmt ist der Vorschlag auch mit dem Härtsfeld-Museumsbahnverein. In einem gemeinsamen Schreiben haben sie ihn Verkehrsminister Winfried Hermann unterbreitet.

Verknüpfung mit Schnellbus

Wichtig ist den Initiatoren die Verknüpfung der Bahnstrecke Neresheim-Dischingen mit dem Schnellbus Aalen-Hbf–Unterkochen–Ebnat–Elchingen–Neresheim, der nach der Corona-Krise nach bisherigen Überlegungen im Stundentakt eingerichtet werden soll.

Die beiden Abgeordneten Kiesewetter und Mack sagen: „Der Verein Härtsfeldmuseumsbahn hat herausragende ehrenamtliche Arbeit beim Wiederaufbau der Bahn geleistet.“ Für Heidenheim begrüßen Kiesewetter und Welsch den jetzigen Vorstoß: „Damit wären das Kloster Neresheim wie die Burg Katzenstein von Dischingen aus per Zug erreichbar. Dischingen wiederum ist per Bus von Heidenheim erreichbar.“ Des weiteren betonen die Politiker: „Touristisch attraktive Naherholung lässt sich somit über einen besser vernetzten ÖPNV aufwerten. Wir arbeiten an diesem Durchbruch für eine bessere Vernetzung unserer Region. Das fügt sich zudem besonders gut in den Mobilitätspakt Heidenheim–Aalen ein, weil Aalen über Neresheim dann auch leichter über den Schnellbus erreichbar sein wird.“

Brief an den Minister

Im Brief an Winfried Hermann schreiben die Unterzeichner unter anderem: „In Abstimmung mit dem Verein Härtsfeldmuseumsbahn möchten wir Ihnen als ersten Schritt zu einer eventuellen Reaktivierung der Strecke einen konkreten Vorschlag unterbreiten. Die Strecke ist, hauptsächlich in ehrenamtlicher Arbeit, zwischen Bahnhof Neresheim und Bahnhof Katzenstein am Härtsfeldsee auf einer Länge von rund 5,65 Kilometer auf dem neuesten Stand der Technik wiederhergestellt worden. Die Einweihung ist für April dieses Jahrs geplant. Bis zum Bahnhof Dischingen fehlen noch 2,45 Kilometer. Diese Reststrecke sollte mit Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes wiederhergestellt werden. Hierfür wird von Kosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro ausgegangen.“

Betrieb im Stundentakt?

Und weiter heißt es im Schreiben an den Minister: „Ein Betrieb der Meterspur-Bahn im Stundentakt zwischen Dischingen und Neresheim macht verkehrlich Sinn, sobald der Schnellbus von Aalen Hbf nach Neresheim eingerichtet ist. Auch der neue Stadtbus Neresheim könnte mit der Bahn Dischingen–Neresheim vertaktet werden. Voraussetzung wäre die Finanzierung des Bahnbetriebs über Regionalisierungsmittel des Bundes.“

„Der Betrieb könnte über Züge mit modernem Antrieb erfolgen. Im Alltags- und Berufsverkehr ist die Strecke Dischingen–Neresheim–Elchingen–Ebnat–Unterkochen “(mit Anschluss nach Oberkochen)–Aalen sehr interessant. Gerade im Rahmen des Mobilitätspakts Aalen–Heidenheim suchen wir nach Möglichkeiten, mehr Verkehr auf Busse und auf die Schiene zu bringen“, so die Unterzeichner.

 

Härtsfeld-Betriebe und Heimattage

Hervorgehoben werden im Brief an Verkehrsminister Winfried Hermann, in dem es um einen Weiterbau der Härtsfeldbahn bis zum Bahnhof Dischingen geht, auch das Varta-Werk in Dischingen, das SRH-Fachkrankenhaus in Neresheim, die örtlichen mittelständischen Betriebe auf dem Härtsfeld, die neue Arbeitsplätze schaffen, sowie der Tourismus und die Naherholung, für die die Strecke Neresheim–Dischingen sehr attraktiv sei. „Die Heimattage Baden-Württemberg finden 2024 auf dem Härtsfeld statt. Auch diese werden den Tourismus in der Region weiter voranbringen“, so die unterzeichnenden Abgeordneten und Bürgermeister. Abschließend heißt es in ihrem Brief: „Wir bitten Sie, unser Anliegen wohlwollend und intensiv zu prüfen.“