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150 Jahre Eisenbahngeschichte
13.02.20 12:43 Uhr Alter: 5 Tage
„Das schlimmste Gebäude“
Von: Günter Trittner, HZ
Bahnhof. Die Sanierung der Fassade aus Kalkstein zeichnet sich als kostspielige Maßnahme ab.

Das Empfangsgebäude ist an die Gemeinde Herbrechtingen verkauft (links). Foto: Uwe Siedentop

Stadtrat Dieter Mathes (CDU) war nicht der Erste, der im Gemeinderat das schäbige Aussehen des Bahnhofsgebäudes ansprach. Bereits im November 2016 hatte Hermann Mader (Freie Wähler) während einer Sitzung des Gremiums vom "schlimmsten Gebäude in der ganzen Stadt“ gesprochen. Unbestreitbar: Die Visitenkarte der Stadt Bahnreisende wartet mit einer seltsamen Mischung aus Graffiti und Moos auf.

Die Stadtverwaltung ist seit dem letzten Hinweis von Mathes nicht untätig geblieben. Man steht in Kontakt mit einer Spezialfirma. "Denn einfach abwaschen

geht nicht", hat Dieter Frank, der Fachbereichsleiter Bau, in Erfahnmg bringen müssen.

Zum einen steht das 1874 errichtete Gebäude unter Denkmalschutz und zum anderen verlangt der Kalkstein eine besondere Behandlung, wenn er nachhaltig saniert werden soll. Es handelt sich um wetterbeständigen Oolith (auch Heidenheimer Marmor genannt), der in nahegelegenen Steinbrüchen gebrochen und in Form gebracht wurde.

 

Kosten und Nutzung

 

Frank geht inzwischen davon aus, dass eine konservierende Behandlung der Mauern kostenintensiv ist. Damit stellt sich aufs Neue die Frage, wie der Bahnhof künftig genutzt werden soll. Konkrete Pläne hat die Verwaltung derzeit nicht.

Im Herbst 2014 hatte die Stadt nach jahrelangem Bemühen das Gebäude von der Gesellschaft kaufen können, welche die DB in Sachen Liegenschaften beraten hat. 78.000 Euro betrug der Kaufpreis. Für eine Instandsetzung hatte die Verwaltung damals einen Betrag von gut 1,05 Millionen Euro veranschlagt.

Das Landesdenkmalamt hatte damals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Stationsgebäude aus wissenschaftlichen und künstlerischen Gründen ein Kulturdenkmal darstelle, dessen Erhalt wegen seines dokumentarischen Werts im Interesse der Öffentlichkeit liege.