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11.09.17 17:54 Uhr Alter: 10 Tage
Der Verkehr auf der Brenzbahn wird ab 2019 attraktiver
Von: PM BW
Verkehrsminister Winfried Hermann hat den Vertrag für den regionalen Bahnverkehr im sogenannten „Ulmer Stern“ unterzeichnet. Von Juni 2019 an wird die Hohenzollerische Landesbahn auf der Brenzbahn und im Donautal fahren. Hinzu kommen moderne Neufahrzeuge und ein ausgeweiteter Fahrplan.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hat gemeinsam mit Johannes Müller, dem Vorstandsvorsitzenden der Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG), den Verkehrsvertrag für den regionalen Bahnverkehr im sogenannten „Ulmer Stern“ (Vergabenetz 12) unterzeichnet. Von Juni 2019 an wird die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) auf der Brenzbahn und im Donautal fahren. Die Geschäftsführung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, unterschrieb den Vertrag vorab.

„Neue und moderne Fahrzeuge und ein ausgeweiteter Fahrplan bedeuten entscheidende Verbesserungen für die Fahrgäste und gleichzeitig günstigere Preise für das Land“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Besonders erfreulich ist, dass sich diesmal eine Landesgesellschaft im Wettbewerb durchsetzen konnte.“

Johannes Müller, Vorstandsvorsitzenden der Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG),  sagte: „Die neue Landesverkehrsgesellschaft freut sich zukünftig als fusionierte SWEG und HzL über diesen Auftrag im Bereich der HzL. Die Verkehrsaufnahme werden wir zügig mit allen Beteiligten in enger Abstimmung vorbereiten, um einen erfolgreichen Start zu gewährleisten.“

Thomas Prechtl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, freute sich über die gute Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg und die daraus resultierenden Verbesserungen: „Auf dem bayerischen Trassenabschnitt profitiert vor allem die Gemeinde Elchingen mit ihren drei Bahnhalten Thalfingen, Oberelchingen und Unterelchingen von den neuen Fahrzeugen und dem verbesserten Fahrplan“.

Angebot in den Abendstunden verbessert

Das Netz 12 umfasst den Regionalexpress (RE) Ulm-Aalen, die Regionalbahn (RB) Ulm-Langnau und die RB Ulm-Munderkingen. Nicht enthalten sind der Interregio Express (IRE) Ulm-Aalen und der IRE/RE Ulm-Sigmaringen-Donaueschingen. Diese Leistungen wurden bereits im Netz 5 an die DB vergeben. Im Netz 12 wird grundsätzlich das heutige Angebot weitergefahren. Verbesserungen wird es in den Tagesrandlagen und am Wochenende geben. Dort werden Taktlücken geschlossen. Insbesondere wird das Angebot in den Abendstunden verbessert:

  • Ab Ulm geht es von Juni 2019 an stündlich bis 22:14 Uhr nach Aalen und um 23:14 Uhr nach Heidenheim sowie ab Aalen stündlich bis 22:34 Uhr nach Ulm und um 23:34 Uhr mit IRE-Anschluss von Karlsruhe nach Heidenheim.
  • Ab Langenau verkehrt künftig sonntags von 6:26 Uhr an eine zusätzliche Regionalbahn nach Ulm. Täglich fährt um 20:30 Uhr ein zusätzlicher Zug von Ulm nach Langenau.
  • Der vor einigen Jahren wieder in Betrieb genommene Bahnhalt Rottenacker wird künftig stündlich bedient, auch an den Wochenenden.

Der heutige RE Ulm-Aalen-Crailsheim wird mit Dieselantrieb nur noch bis Aalen fahren. Dort besteht aber Anschluss von und zur elektrisch betriebenen Metropolexpress-Linie Stuttgart-Aalen-Crailsheim. Insgesamt wird das Angebot im Netz 12 im Vergleich zu heute um rund 16 Prozent auf künftig circa 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr ausgeweitet. Davon entfallen knapp 200.000 Zugkilometer auf den rund acht Kilometer langen bayerischen Abschnitt der Brenzbahn.

Moderne Neufahrzeuge garantieren Barrierefreiheit und Fahrradstellplätze

Die HzL wird moderne, neue Dieseltriebwagen des Typs LINT 54 des Herstellers Alstom einsetzen. Dieser Fahrzeugtyp wird damit erstmals in Baden-Württemberg eingesetzt. In vielen anderen Bundesländern hat er seine Praxistauglichkeit schon unter Beweis gestellt. Die Fahrzeuge werden eine Einstiegshöhe von 55 Zentimetern haben. Damit ist an den meisten Stationen der Brenz- und Donautalbahn im Unterschied zu den heute eingesetzten Fahrzeugen ein barrierefreier Einstieg möglich. Außerdem werden in jedem Fahrzeug 18 Fahrradstellplätze vorhanden sein.