Unser Büchertipp:
Württembergs Eisenbahnpioniere und ihr Wirken in aller Welt
150 Jahre Eisenbahngeschichte
Eine Zeitreise entlang der Strecke Schorndorf-Rudersberg-Welzheim
10.03.17 18:50 Uhr Alter: 196 Tage
Brenzbahn-Ausbau: Selbst Starttermin 2019 zu früh - Zweigleisigkeit Die Planungen werden immer detaillierter, ein Baustart in absehbarer Zeit aber immer utopischer.
Von: Karin Fuchs - HZ
Der zweigleisige Ausbau der Brenzbahn kommt. Da ist sich nicht nur Landrat Thomas Reinhard sicher, sondern auch die politischen Gremien, die mit der Planung beschäftigt sind. Dennoch zieht sich das Vorhaben zäh wie Kaugummi. Zunächst war wegen der vom Land zugesagten Finanzierung das Zieljahr 2019 angepeilt, doch damit wird es mit Sicherheit nichts.
Ein Triebwagen der Baureihe 628 passiert die Stelle, die zweigleisig ausgebaut werden soll. Foto: sie

Ein Triebwagen der Baureihe 628 passiert die Stelle, die zweigleisig ausgebaut werden soll. Foto: sie

Kein Zeitplan „2019 ist keine realistische Perspektive“, sagte am Dienstag Gabriel Garreis, zuständig beim Regionalverband Ostwürttemberg für Schiene und Verkehr, bei der Sitzung des Planungsausschusses auf Nachfrage von Rainer Domberg (SPD). Auf eine Prognose für den Zeitplan wollte sich Garreis nicht einlassen mit dem Hinweis, dass Bahnplanungen erfahrungsgemäß immer sehr lange dauerten.
In zwei Wochen will der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller bei seiner Sitzung den Stresstest in Auftrag geben, so Garreis. Dabei prüfen Spezialisten der Bahn, ob der angepeilte Fahrplan auch umsetzbar ist. Denn mit dem zweigleisigen Ausbau soll es möglich werden, dass der schnelle Interregio-Express im Stundentakt pendeln kann. Bisher ist das durch die Eingleisigkeit nicht möglich. Aktuell werde eine neue Kostenschätzung erstellt, so Garreis. Die Kosten für den partiellen zweigleisigen Ausbau waren zunächst einmal auf 24 Millionen Euro taxiert worden.
„Ich kann Ihnen auf den Zentimeter genau sagen, wie das zweite Gleis in Sontheim liegen wird.“ Keine Sorge um Finanzierung Danach folgen Baugrunduntersuchungen, Lärmschutz-Gutachten und vieles mehr. Und nicht zuletzt muss mit dem Land über den Finanzierungsweg verhandelt werden.
Denn eigentlich sollte der Ausbau über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz laufen, das 2019 ausläuft. Daher auch das ursprüngliche Zieljahr. Doch damit wird es nichts. Verbandsvorsitzender Gerhard Kieninger sieht die Frage der Finanzierung jedoch ohne Sorge: „Ich gehe davon aus, dass Minister Hermann die Jahreszahl gleitend sieht.“