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25.07.16 18:45 Uhr Alter: 332 Tage
Kontrolleur am Bahnübergang - Hupende Züge in Schnaitheim: Überwachungskamera defekt
Von: Karin Fuchs HZ
Der Bahnübergang in Schnaitheim wird mindestens noch bis Mittwoch von einem Kontrolleur überwacht. Der Grund: die Kamera ist defekt.
Panne am Schnaitheimer Bahnübergang: Die Kamera ist defekt. Ein Hilfsposten überwacht vor Ort, dass die Schienen frei sind. Foto: Uwe Siedentop

Panne am Schnaitheimer Bahnübergang: Die Kamera ist defekt. Ein Hilfsposten überwacht vor Ort, dass die Schienen frei sind. Foto: Uwe Siedentop

Was ist faul am Bahnübergang in Schnaitheims Ortsmitte? Seit zwei Tagen halten immer wieder Züge vor dem Bahnübergang, hupen und fahren dann weiter, berichtet ein direkter Nachbar. Und das, obwohl die Schranken geschlossen sind.

Der Grund ist simpel. Laut Auskunft eines Bahnsprechers ist die Kamera am Bahnübergang defekt.

Eigentlich müssen die Mitarbeiter im Stellwerk bei geschlossener Schranke den Schienenbereich überwachen und dadurch sicher stellen, dass dieser Gefahrenraum auch wirklich frei ist. Da das im Moment nicht möglich ist, erhält der Lokführer die Anweisung, vor den Schranken anzuhalten und ein Signal zu geben. Erst dann darf der Zug passieren.

Das Hupen dürfte seit gestern Nachmittag vorbei sein. Die Bahn hat einen Hilfsposten abgestellt, der den Bahnübergang während der Betriebszeiten der Brenzbahn beobachtet. Und im Laufe des Mittwochs soll auch das Ersatzteil der Kamera geliefert werden, sodass dann alles wieder nach Plan läuft.

Doch dem Anliegern ist dennoch unwohl. „Irgendwann passiert hier nochmal etwas.“ Denn es ist nicht die erste Störung am Bahnübergang in Schnaitheims Ortsmitte. Erst im April waren die Schranken defekt, sie öffneten sich stundenlang nicht mehr. Einen Monat zuvor war es ebenso zu Störungen gekommen. Einmal war es ein Schaden am Motor, der eine der Halbschranken außer Gefecht gesetzt hatte. In zwei weiteren Fällen löste der Motorschutz aus, um den Elektromotor vor Überlastung zu schützen. Das geschieht meist dann, wenn sich Personen auf heruntergelassene Schranken setzen oder sich gegen sie lehnen.