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19.02.16 19:06 Uhr Alter: 5 Jahre
Unbekannte manipulieren Schranken - Täter brechen Stromverteilerkasten am Bahnsteig in Bergenweiler auf – Zugverkehr beeinträchtigt
Von: Laura Strahl, HZ
BERGENWEILER. Das kann richtig gefährlich werden: Unbekannte haben bereits zum zweiten Mal in den vergangenen Wochen einen Stromverteilerkasten am Bahnsteig in Bergenweiler aufgebrochen und manipuliert – mit Auswirkungen auf die Bahnschranken.

Wie das zuständige Bundespolizeirevier Ulm jetzt berichtete, ereignete sich der jüngste Vorfall bereits am vergangenen Freitag, 12. Februar: Dabei hebelten die Täter gegen 23 Uhr die Abdeckung des Verteilerkastens mit einem Werkzeug auf und schalteten dann die Stromversorgung für zwei Bahnübergangssicherungen, sprich Schranken, ab.
Dabei entstand laut Polizeiangaben ein Schaden in Höhe von rund 500 Euro, jedoch keine Gefährdung für den Zug- bzw. PkwVerkehr, da während und nach der Tatzeit ohnehin keine Züge mehr auf der Strecke unterwegs waren.
Anders war das bei einem ähnlichen Vorfall, der sich bereits zwei Wochen zuvor, am 29. Januar, ereignet hat. Damals brachen die ebenfalls unbekannten Täter denselben Verteilerkasten am Bahnsteig in Bergenweiler bereits gegen 18 Uhr auf und manipulierten diesen. Die Folge: Mehrere Züge konnten die Übergänge nur mit verlangsamter Geschwindigkeit passieren.
Wie ein Beamter der Ulmer Bundespolizei auf Nachfrage erklärt, waren die Schranken im betroffenen Zeitraum dennoch in Betrieb. Denn: Bei unterbrochener Stromzufuhr werden sie mit Akkubatterien vier bis sechs Stunden lang weiterhin mit Energie versorgt. Lokführer, so die Auskunft weiter, erhielten bei einer derartigen Störung aber dennoch die Anweisung, langsam an den Übergang heranzufahren, dort zu halten und die Fahrt erst dann fortzusetzen, wenn die Schienen frei sind.
Ziehen sich die Reparaturarbeiten an einem Verteilerkasten länger hin, gibt es laut Mitteilung eines Bahn-Pressesprechers außerdem die Möglichkeit, einen Mitarbeiter am betroffenen Übergang zu positionieren, der die Straße bei Herannahen eines Zuges mit rot-weißem Absperrband blockiert, um so einen normalen Ablauf des Zugverkehrs zu gewährleisten.
Ob es sich bei den beiden Vorfällen in Bergenweiler „lediglich“ um mutwillige Sachbeschädigung handelt oder um einen gezielten Eingriff in den Verkehr, ist noch nicht abschließend geklärt.
Laut Polizei besteht die Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen beiden Fällen, die Ermittlungen dauern an. Die Bundespolizei in Ulm bittet Zeugen um Hinweise unter Telefon 0731.140870.