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23.01.10 00:03 Uhr Alter: 12 Jahre
Schienenverkehr in Ostwürttemberg
Von: Uwe Siedentop
Der VCD, Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Heidenheim, unter dem Vorsitz von Reinhard Walloschke, lud gleich zu mehreren Themen in die ehemalige Eisenbahnerstadt Aalen ein: Schulung am neuen Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn AG, Vorstellung des Initiativkreises Verkehr Ostwürttemberg (IVO) und ein Vortrag über die Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg.

Eine Schulung am Fahrkartenautomat mit der Verbundkarte von OstalbMobil.


Prof. Dr.-Ing Wilfried Koch bei der Vorstellung von IVO, Initiativkreis Verkehr Ostwürttemberg.


Matthias Lieb: „Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg: Weniger wäre mehr?“

Begonnen wurde der veranstaltungsreiche Tag mit einer Schulung an einem der neuen Fahrkartenautomaten im Aalener Bahnhof. Mehrere VCD-Mitglieder und angemeldete Personen lauschten den Worten von Matthias Lieb, dem Landesvorsitzenden des VCD, über die Bedienung der neuen Automaten. Dabei erklärte Lieb die zweigeteilte Software, die sich je nach Region unterscheiden würde: Hier in Aalen wären es die Fahrkarten der DB AG und die des Verbundes „OstalbMobil“, in andern Städten wären es entsprechend die DB AG und der dortige Verbund.

Nach der etwa eine Stunde dauernden Erläuterungen verlagerte sich die Gruppe an den zweiten Veranstaltungsort, dem Roten Ochsen in der Radgasse.

Pünktlich um 16.30 Uhr eröffnete Reinhard Walloschke die Vorstellung eines neuen Kreises von Personen aus der Region Ostwürttemberg, die sich seit Anfang 2009 regelmäßig einmal im Monat treffen und sich mit dem Verkehr in Ostwürttemberg auseinandersetzen, der sogenannten IVO – Initiativkreis Verkehr Ostwürttemberg. Moderation übernahm VCD-Mitglied Hans-Ulrich Koch.

Diese Gruppe, bestehend aus VCD-Mitglieder, Mitarbeitern aus öffentlichen und privatwirtschaftlichen Betrieben, haben sich zur Aufgabe gemacht, den Verkehr in Ostwürttemberg durch Ideen und Impulse maßgeblich zu beeinflussen und zu verbessern.

Diese Veranstaltung sollte der Auftakt sein und die Initiativgruppe vor einem Fachpublikum bekannt machen. Gewählt wurde zu diesem Zweck als erstes Thema eine Schienenverbindung der Region Ostwürttemberg in Richtung Norden und deren Verbesserung ohne größere Infrastrukturveränderungen. Als Referent erklärte Prof. Dr.-Ing. Wilfried Koch aus Oberkochen die zeitlichen Einsparungen und die entsprechenden organisatorischen Maßnahmen.

Im Anschluss an den Vortrag erfolgte eine rege, sachliche und interessante Diskussion über die Vor- und Nachteile, bei denen auch der Verweis auf die anderen Verkehrsträger nicht fehlten: Bus, Autobahn und Fahrrad. Das aus ca. 25 Personen bestehende Fachpublikum zeigte sich sehr aufgeschlossen an den Ideen und den Personen des Initiativkreises.

Nach dem einstündigen Vortrag und der Diskussionsrunde wurde nach einer Essenspause der Standort abermals gewechselt. Es ging in die Räume der VHS-Aalen, genauer in den dortigen Paul-Ulmschneider-Saal. Hier wechselte das Publikum zum Teil und pünktlich begann der Vortrag von Matthias Lieb: „Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg: Weniger wäre mehr?“.

Ebenfalls vor ca. 25 Personen zielte sein Vortrag auf den in Aalen „OstalbMobil“ genannte Verkehrsverbund ab. Im Vergleich dazu verglich er das Aalener Modell mit dem Verbund in Freiburg und dem VVS in Stuttgart. Dabei stellte er eindeutig fest, dass die Übersichtlichkeit der kleinen Waben von OstalbMobil viele Wünsche offen lassen. Auch bemängelte er das Fehlen von Ortschaften bzw. die Nichtübereinstimmung in dem zu Anfang erklärten Fahrkartenautomaten im Bahnhof Aalen gegenüber der als Flyer ausgelegten Wabenstruktur. Eine heftige sachliche Diskussion mit den Betreibern des Verbundes begann, bei der festgestellt wurde, das noch einiges verbesserungswürdig und auch bereits in Arbeit ist.

Alles in Allem waren die Veranstaltungen ein guter Erfolg und der Start von IVO wurde allgemein positiv bewertet.