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17.04.09 20:11 Uhr Alter: 12 Jahre
Totalsperrung auf der Remsbahn
Von: Kurt R. Engler
Deutsche Bahn investiert 50 Millionen Euro in die Sanierung von 68 Kilometern Strecke.

Die Wege nach Stuttgart oder in Richtung München werden heuer für Reisende von Aalen aus unbequemer und ungemütlicher. Die Deutsche Bahn wird ab dem Freitag, 24. April, die Strecke zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen total sperren. Vom Montag, 27. Juli, an wird die gesamte Strecke zwischen Schorndorf und Gmünd sowie von Goldshöfe und Nördlingen gesperrt sein. Foto: räp

AALEN. Die Deutsche Bahn saniert heuer die Remsbahn zwischen Schorndorf und Aalen sowie die Riesbahn im Abschnitt Goldshöfe – Nördlingen. Reisende von Heidenheim nach Stuttgart oder Richtung München müssen sich auf längere Reisezeiten und Unbequemlichkeiten einstellen.

Die Baumaßnahmen an der Strecke zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen beginnen am Freitag, 24. April, und sollen am Sonntag, 26. Juli, beendet sein. Vom Montag, 27. Juli, bis zum Donnerstag, 15. Oktober, wird die Strecke zwischen Schorndorf und Schwäbisch Gmünd sowie Goldshöfe und Nördlingen gesperrt sein.

Zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen fallen vom 24. April bis zum 26. Juli alle Regionalzüge aus.

Während der Bauzeit leitet die Deutsche Bahn den Fernverkehr der Personenzüge über Schwäbisch Hall, Hessental und Crailsheim um. Der Nahverkehr wird mit Bussen bedient. In den Omnibussen können keine Fahrräder mitgenommen werden. Den Güterverkehr leitet die Bahn ebenfalls um. Durch die Umleitung der Züge und den Ersatzverkehr mit den Bussen ergeben sich teilweise veränderte Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie längere Reisezeiten.

Im Bauabschnitt Stuttgart, Schorndorf und Schwäbisch Gmünd kommt es während der gesamten Bauzeit zu keinen Beeinträchtigungen.

Zwischen Gmünd und Aalen fahren Omnibusse im 30-Minuten-Takt. Zusätzlich verkehren vonMontag bis Freitag Schnellbusse als Direktverbindung ohne unterwegs anzuhalten.

Bei der Brenzbahn Aalen – Ulm fahren alle Interregio-ExpressZüge von Montag bis Freitag fahrplanmäßig, entfallen jedoch an den Wochenenden zwischen Ulm und Aalen. Die Regional-Expresszüge Ulm – Ellwangen fahren während der Bauarbeiten jeweils bis und ab Crailsheim und haben in Crailsheim Anschluss an die IC-Züge in Richtung Nürnberg.

Auf der Strecke zwischen Schorndorf und Nördlingen lässt die Deutsche Bahn 68 Kilometer Gleise erneuern, 47 Weichen werden ausgetauscht und sieben so genannte Durchlässe im Bahndamm erneuert. Weiter werden Entwässerungsanlagen repariert, die Vegetation zurückgeschnitten und die Eisenbahnbrücken modernisiert.

140 000 Meter Schienen müssen entsorgt werden wie 102 000 Stück Holz-, Stahl- und Betonschwellen. 140 000 Tonnen alter Schotter werden erneuert.

Allein für den Transport des neuen Schotters braucht die Deutsche Bahn 2800 Wagen. 56 Kilometer wäre die Schlange lang, würden die Wagen hintereinander aufgestellt. Aushub und alten Schotter lässt die Deutsche Bahn mit 4700 Wagen abtransportieren.

Diese Schlange wäre bis zu 117 Kilometer lang. 1000 Wagen werden für den Abtransport der alten Schwellen benötigt.

In Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen hat sich die Bahn entschlossen, die beiden Strecken jeweils komplett zu sperren. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, kann damit die Bauzeit erheblich verkürzt werden.

Bei Bauarbeiten ausschließlich in den Nachtstunden und an den Wochenenden wären mindestens drei Jahre Bauzeit erforderlich gewesen. Investieren muss die Deutsche Bahn in die Sanierungsarbeiten rund 50 Millionen Euro.