Unser Büchertipp:
Haupt- und Nebenstrecken in Ostwürttemberg
Kalender mit Bilder der Brenztalbahn für das Jahr 2025
Eine Dokumentation über die Anfänge des öffentlichen Stadtlinienverkehrs in Stuttgart - 1860 bis 1897
Mühlen, Sägen und Textilfabriken im südlichen Schwarzwald und am Hochrhein bis zum Zeitalter der Elektrizität
Band 1: 1830 bis 1854
< Volles Haus im Gründerbahnhof
02.06.2026 12:45 Alter: 6 hrs
Kategorie: Aktuelles, Umbauarbeiten
Von: Michael Brendel

Der Bogen wird in absehbarer Zeit geschlossen

Die neue Brücke unweit des Heidenheimer Bahnhofs geht bereits ihrer Fertigstellung entgegen.



Schwergewichtiges Bauvorhaben im Schatten der Totenbergkapelle: Auf, einer Schotterfläche zwischen Bahnlinie und Brenz wächst derzeit die neue Heidenheimer Eisenbahnbrücke mit ihren markanten Stahlbögen heran.



Daheimgebliebene bekommen dieses Mal in Heidenheim etwas ganz und gar nicht Alltägliches geboten: In den Sommerferien hebt ein gewaltiger Großraupenkran die neue Eisenbahnbrücke beim Bahnhof komplett vormontiert auf ihre massiven Widerlager. Diese entstehen gerade auf einer Freifläche auf der Rückseite des Jugendhauses Treff 9.

Währenddessen hat die stählerne Konstruktion, die in Kürze die Brenz überspannen soll, schon weitgehend Gestalt angenommen. Teilweise verdeckt durch ein Gerüst, fügt eine Spezialfirma seit mehreren Wochen das 12,55 Meter hohe und 62 Meter lange Bauwerk am Fuße des Totenbergs auf einem Parkplatz zwischen Brenz und Bahnlinie Stück für Stück zusammen.

Die alte Brücke am südlichen Ende des Bahnhofsgeländes stammt aus dem Jahr 1905 und ist mittlerweile am Ende ihrer Lebenszeit angelangt. Um sie abbauen zu können, wird die Piltz’sche Unterführung ab dem 15. Juni für längere Zeit gesperrt. Das Nachfolgemodell kommt ohne in der Brenz stehenden Mittelpfeiler aus.

Der Zeitplan der Deutschen Bahn sieht vor, die Konstruktion in den großen Ferien an ihren Bestimmungsort zu heben. Währenddessen wird zwischen Heidenheim und Giengen ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Im September 2026 soll die neue Brücke dann offiziell in Betrieb gehen. Die Piltz’sche Unterführung bleibt hingegen bis Mitte 2027 unpassierbar, weil sie tiefergelegt und barrierefrei umgebaut wird.

Die Bundesstraße 19 ist derzeit zwischen Friedrich-Ebert- und Seestraße komplett gesperrt, weil zur Absicherung der Brückenbaustelle auf Höhe des Totenbergs eine Stützwand in die Tiefe getrieben werden muss. Ab dem 15. Juni soll der Verkehr einspurig an diesem Bereich vorbeigeleitet werden.