Am Wagenmaterial auf der Brenzbahn wird immer wieder Kritik geübt: zu langsam, zu alt, zu hoher Einstieg. Pro Bahn und der Verkehrsclub VCD plädierten erst dieses Jahr wieder für moderne Fahrzeuge, fanden aber bei der Bahn kein Gehör. Im Einsatz sind unter anderem Triebwagen mit Neigetechnik der Baureihe 611, die aber nicht barrierefrei zugänglich sind, sowie Regioshuttles der Baureihe 650. Diese haben zwar einen Einstieg auf BahnsteigNiveau, doch wurde bei den 15 Jahre alten Wagen immer wieder Rostbefall festgestellt. Deshalb werden laufend Wagen zur Rostsanierung abgezogen. Anfang dieses Jahres kam es durch den Ausfall von Wagen zu massiven Problemen mit überfüllten und verspäteten Zügen auf der Brenzbahn.
Nun will die Bahn doch für mehr Fahrplan-Sicherheit auf der Brenzbahn sorgen. Zum Fahrplanwechsel werden die RegioShuttles laut Auskunft eines Bahnsprechers weitgehend abgezogen und durch Dieseltriebwagen der Baureihe 644 aus der Talent-Familie der Firma Bombardier ersetzt. Die Wagen waren zuletzt im Dieselnetz im Kölner Raum eingesetzt. Und auch die noch älteren Wagen der Baureihe 628 sollen dann nach Angaben des Bahnsprechers der Vergangenheit angehören. Diese waren deshalb kritisiert worden, weil sie neben der hohen Einstiege über Treppen auch schmale Türen haben.
Diese Züge sollen nur noch zwischen Ulm und Langenau eingesetzt werden.
Im Gegensatz zu den Shuttles, die auf der Brenzbahn meist in einem Zweiergespann eingesetzt sind, sind die Talent-Wagen dreiteilig.
Sie haben zwar deshalb nicht mehr Sitzplätze, aber laut Bahnsprecher mehr Platz wie zum Beispiel für die Mitnahme von Fahrrädern. Ebenso wie die Shuttles haben sie eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und wurden eigens für den Nahverkehr konzipiert. Vorteil ist, dass durch die sechs Türen pro Fahrzeugseite Aus- und Einstiege in kürzerer Zeit vonstatten gehen können.