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Kategorie: Getriebebau, 1858
Von: Hendrik Rupp
Voith erhält weiteren Großauftrag für Super-Züge in China
Zur Grundsteinlegung im Juli 2009 gab es den ersten Großauftrag, zur Einweihung des neuen Voith-Getriebewerks in Mer-gelstetten (siehe Bericht auf der vorigen Seite) wurde noch einmal ein passendes Geschenk nachgelegt: Vor wenigen Tagen hat Voith Turbo einen weiteren Großauftrag über rund 2200 Getriebe für den neuen Superschnellzug CRH 1 in China erhal-ten.
Bereits im Juli hatte Voith eine Bestellung über 3800 Getriebe erhalten. Das Gesamtpaket ist der größte Auftrag, den Voith in diesem Bereich jemals erhalten hat. Er dürfte in Mergelstetten für mehrere Jahre Arbeit sorgen.
Voith liefert für den „CRH 1 Zefiro“ des Herstellers Bombardier (oben eine Entwurfsgrafik), der ab 2012 zunächst die chinesischen Millionenstädte Peking und Shanghai verbinden und die 1200 Kilometer Distanz in sagenhaften 4,5 Stunden bewältigen soll. Der herkömmliche Zug schafft das mit Geschwindigkeiten bis 380 km/h und ist damit fast ebenso schnell wie die Magnetschwebebahn Transrapid, die 400 km/h erreicht.
Mit den Superschnellzügen will China die Transportprobleme zwischen seinen Metropolen beheben und gleichzeitig vor allem den explosionsartigen Anstieg des Inlandsflugverkehrs bremsen. Die teils rigorose Streckenführung ist in China nicht unumstritten.
Für Voith Turbo sind die Getriebe der Hochgeschwindigkeitszüge technisch eine besondere Herausforderung: „400 km/h Geschwindigkeit bedeuten am Zahnrad eines Getriebes fast Schallgeschwindigkeit“, erklärt Voith-Turbo-Chef Peter Edelmann.
Nach seinen Worten hat Voith in den vergangenen sechs Monaten allein aus China Aufträge für insgesamt 8000 Schienengetriebe erhalten. Gebaut werden in Mergelstetten aber natürlich auch Getriebe für die Voith-Lokomotiven „Maxima“ und „Gravita“.
Von letzterer liegen wiederum allein 130 Bestellungen der Bahn AG vor.